Länderporträt – Niger

Niger ist trotz der Tatsache, dass es über eins der größten Uranvorkommen der Welt verfügt, eines der ärmsten Länder der Welt. Die Wirtschaft des Binnenstaats, der südlich der Sahara liegt, konzentriert sich vorrangig auf Subsistenzanbau und Viehzucht.
Niger litt während eines Großteils seiner Geschichte nach der Unabhängigkeit unter einer strengen Militärherrschaft. Es dauerte bis 1993, 33 Jahre nach der Unabhängigkeit von Frankreich, bis Niger seine ersten freien und offenen Wahlen abhielt. Nach Putschen in den Jahren 1996 und 1999 wurde ein Nationaler Versöhnungsrat gegründet, der im Dezember 1999 den Übergang zu einer zivilen Regierung ermöglichte.

Hauptstadt: Niamey
Fläche: 1.267.000 km²
Einwohnerzahl: 24.21 Mio.*
Verkehrssprache: Hausa
Geschäftssprache: Französisch
Präsident: Mohamed Bazoum 

*Schätzungen für 2020

Unabhängigkeitstag: 3. August 1960
weitere interessante Städte: Niamey, Maradi, Zinder
Sehenswürdigkeiten: Altstadt von Agadez, Parc National du “W”

Wirtschaft

Der Energie- und Rohstoffsektor in Niger ist mit rund 40 Prozent am Bruttonationaleinkommen beteiligt und trägt damit den größten Teil der Exporterlöse. Von besonderer Bedeutung ist vor allem der Abbau von Uran als Hauptexportprodukt. Die Jahresproduktion könnte auf bis zu 10.000 Tonnen gesteigert werden, doch momentan ist aufgrund des anhaltend niedrigen Weltmarktpreises mit einer Ausweitung nicht zu rechnen. Es gab weitere Inbetriebnahmen durch zwei weitere große Uran-Minen in Imouraren, jedoch wurde die vollständige Erschließung im Herbst 2015 auf unbestimmte Zeit verschoben. Etwa 20 Prozent des Bruttonationaleinkommens entfallen auf den Dienstleistungssektor, wo Kleinhandel sowie Transport dominieren. Die Struktur der Wirtschaft ist zu 99 % informell. Wichtigster Arbeitgeber ist der Staat.
Niger gehört der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion an. Die Abkürzung dafür lautet UEMOA. Dazu gehören die westafrikanischen Staaten Elfenbeinküste, Senegal, Mali, Togo, Burkina Faso, Benin und Niger. Diese Länder besitzen eine gemeinsame Währung, den CFA-Franc – dem Franc der Afrikanischen Wirtschaftsunion.

Währung: CFA-Franc (XOF)
Bruttoinlandsprodukt: 13,7 Mrd. US$*
Wirtschaftswachstum: 1,2 %*
Inflationsrate: 2,8 %*

*Schätzung für 2020

Chancen & Risiken des Landes

BrancheInformation
LandwirtschaftTierhaltung, Acker- und Gartenbau, Fischerei, Forstwirtschaft und Wasserkraft, sowie Bergbau umfassen die Urproduktion, in und durch den der Großteil der nigrischen Bevölkerung den Lebensunterhalt erwirtschaftet.
UranabbauNach Kanada und Australien ist Niger der drittgrößte Produzent von Uran weltweit. der etwa seit Ende der 60er Jahre in der Wüste bei Arlit abgebaut wird. Der Uranexport bringt etwa die Hälfte der Exporterlöse des Landes. Da aber die Weltmarktpreise für Uran stark gefallen sind, hat sich die wirtschaftliche Situation in Niger weiter zugespitzt.
EnergiewirtschaftNiger leidet permanent an einem Energiedefizit. Durch Importe aus Nigeria und lokalen Strom auf der Basis von Dieselgeneratoren ist Energie sehr teuer. Beim mit Unterstützung der Weltbank geplanten Kandaji-Staudammprojekt sind mehrjährige Verzögerungen eingetreten.
TourismusDer Tourismus kann in Niger zu eine wichtigen Devisenquelle werden und für Arbeitsplätze im tertiären Bereich sorgen. Niger verfügt über einzigartige Naturparks und Relikte untergegangener afrikanischer Hochkulturen, die von der UNESCO sogar zum Weltkultur und -naturerbe erklärt wurden. Bisher lassen jedoch die mangelhafte touristische Infrastruktur, ständige ethnische Auseinandersetzungen und die große Armut im Land bei ausländischen Touristen keine rechte Reiselust aufkommen.
Informationen u.a. via African Business Guide

Interesse geweckt?

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Via
Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft

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